Amerikas Aggression gegen Syrien und den Irak zerrt die Welt in ein Zeitalter der globalen Anarchie

29.09.2014

Tony Cartalucci

Washington tut sich mit barbarischen regionalen Regimen zusammen, die den »Islamischen Staat« erschufen, und greift Syrien an. So wird ein gefährlicher neuer Präzedenzfall erschaffen.

Die Vereinigten Staaten und ihre regionalen Verbündeten haben begonnen, einseitig Ziele in Syrien zu bombardieren – ohne entsprechendes Mandat der Vereinten Nationen oder auch nur eine schlüssige Erklärung.

Die USA haben einen neuen Abschnitt in der Geschichte der globalen Anarchie aufgeschlagen und dabei stehen ihnen die Türkei, Jordanien, Saudi-Arabien und Katar zur Seite – also exakt jene Länder, die die in Syrien kämpfenden Extremistengruppen fördern, darunter den Islamischen Staat, dessen Ableger Al-Nusra-Front und andere Gruppen aus dem al-Qaida-Dunstkreis.

Anders als bei anderen Feldzügen, bei denen es einzig um militärische Eroberungen ging, bemühen sich die USA dieses Mal offenbar nicht einmal mehr, den Schein zu wahren und sich die Zustimmung der Uno einzuholen. Moralische und rechtliche Rechtfertigungen bleiben völlig außen vor. Stattdessen werden wie mit der Schrotflinte zahlreiche Vorwände für die Aggression gestreut. Alle Argumente sind gleichermaßen unglaubwürdig und viele widersprechen sich auch, aber vielleicht kommt man ja mit einem durch.

Viel wurde über das Vorgehen Russlands in der Ukraine geklagt und lamentiert. »Internationale Normen« und Völkerrecht würden verletzt, hieß es. Jetzt haben die USA ganz klar gegen alle Regeln verstoßen, zu deren Einhaltung sie den Rest der Welt zwingen, indem sie mit Sanktionen, Unterjochung und der Anwendung militärischer Gewalt drohen. Ohne auch nur das winzigste Feigenblatt der Legalität oder Legitimität, dafür mit verbrecherischen Regimen an ihrer Seite, haben die USA die sogenannte »internationale Ordnung« untergraben, die sie doch nach eigener Lesart erst erschaffen haben und über deren Einhaltung sie wachen.

Offenbar ist diese »internationale Ordnung« bereits in sich zusammengefallen, anders lassen sich dieses grob fahrlässige Im-Stich-lassen und die beispiellose Ungesetzlichkeit nicht erklären. So wie Adolf Hitler bei der Eroberung Europas das vorgeschobene Argument der »Selbstverteidigung« fallen ließ, haben die Vereinigten Staaten nun bei ihrem Streben nach Weltherrschaft den internationalen Konsens und die internationale »Rechtsstaatlichkeit« fahren lassen.

Was nun folgt, ist eine sehr einseitige Auseinandersetzung zwischen dem nackten imperialen Eroberungswillen des Westens und allen, die dem Westen dabei im Weg stehen. Die Zeiten, in denen man noch an das Völkerrecht appellieren konnte, sind vorüber. Amerika zerrt die Welt in ein weiteres dunkles Zeitalter globaler Anarchie.

 

Amerikas Achse des Bösen

Ungläubige werden auf öffentlichen Plätzen enthauptet, Frauen, Homosexuelle und andere Minderheiten werden unterdrückt, der Islam wird in einer rückwärtsgerichteten und pervertierten Lesart verkündet – all das klingt nach dem Vorgehen des sogenannten »Islamischen Staates« oder ISIS, wie die Organisation auch genannt wird. Gleichzeitig findet man all das aber auch bei Amerikas wichtigstem Verbündeten im angeblichen Kampf gegen die weltweite Bedrohung durch das Terrornetzwerk ISIS – bei Saudi-Arabien. Fast ein Jahrzehnt lang wurde verdeckt daran gearbeitet, die Regierungen…

Weiter: Kopp-Verlag

Advertisements

Exhumierung von Massengräbern in der Ostukraine: »Hände mit Klebeband gefesselt, Schusswunden«

29.09.2014

Redaktion

Massengräber mit Leichen, die deutliche Anzeichen eines gewaltsamen Todes aufweisen, und trauernde Angehörige der bereits identifizierten Opfer: Mit dieser grauenerregenden Szene sah sich ein Aufnahmeteam von Russia Today in der Ortschaft Nyschnia Krynka, etwa 35 Kilometer von der Stadt Donezk in der gleichnamigen Region im Osten der Ukraine konfrontiert.

Insgesamt vier Leichen waren dort zuvor in zwei Granatkratern hinter einem ausgebrannten Kohlebergwerk entdeckt worden. Maria Finoshina von RT berichtete direkt von dem Fundort: »Die ganze Anlage, die Sie hier sehen können, wurde bereits vor längerer Zeit aufgegeben. Es handelt sich um ein abgelegenes Gebiet und offenbar wollten diejenigen, die für diese Taten verantwortlich sind, verhindern, dass die Leichen gefunden wurden.«

Zu den Opfern gehört auch der 21-jährige Nikita Kolomijzew, der im Dorf wohnte, und dessen tieftrauernde Mutter an den Fundort der Massengräber kam, um ihren Sohn zu identifizieren. »Ich konnte es nicht länger aushalten, dass er getötet und wie ein Hund irgendwo verscharrt wurde – ich musste hierherkommen und ihn identifizieren«, sagte Galina, Nikitas Mutter gegenüber RT.

Wie Galina weiter berichtete, war sie in die Zentralukraine geflohen, um ihren anderen, jüngeren 16-jährigen Sohn aus der Gefahrenzone zu bringen, aber nun plage sie das Gefühl, beim Schutz ihres älteren Sohnes versagt zu haben. »Die ukrainische Armee verschleppte [Nikita] … mein Mann ging zu ihnen und sagte, sie sollten ihn anstelle seines Sohnes gefangen nehmen. Aber sie entgegneten nur, sie hätten ihn mitgenommen, um ihn bei einem weiteren Gefangenenaustausch als Pfand zu benutzen.«

Galina wartete darauf, dass er ausgetauscht und dann nach Hause zurückkehren würde, aber sie sah ihn niemals lebend wieder. »Es fand gar kein Austausch statt. Sie haben ihn einfach außerhalb des Dorfes erschossen und ihn dann wie einen Hund verscharrt«, sagte sie unter Tränen schluchzend.

Der leitende Gerichtsmediziner Konstantin Gerasimenko erklärte: »Alle vier Opfer – alle männlich – weisen vielfache Gewehrschusswunden an Kopf und Rumpf auf. Ihre Hände waren mit Klebeband hinter ihrem Rücken gefesselt. Einige von ihnen trugen lediglich Unterwäsche.

Das RT-Team suchte noch einen weiteren Leichenfundort auf, der von den OSZE-Beobachtern entdeckt worden war und…

Weiter: Kopp-Verlag

 

Russland fordert nach Leichenfunden mit Anzeichen für Hinrichtungen und Enthauptungen in der Ukraine internationale Untersuchung

25.09.2014

Redaktion

Nachdem im Umfeld der Siedlung Kommunar in der Region Donezk 60 Kilometer von Donzek entfernt auf dem Gelände eines Bergwerks zahlreiche Leichen mit Anzeichen von Hinrichtungen gefunden worden waren, fordert Russland nun eine internationale Untersuchung der Angelegenheit. An der Fundstelle waren zwei Tage zuvor Einheiten der ukrainischen Nationalgarde stationiert. Die Gräber waren am Montag und Dienstag von Selbstverteidigungskräften entdeckt worden.

Der Vorsitzende des Präsidialen Menschenrechtsrats Russlands, Michail Fedotow, forderte die Behörden auf, alles zu unternehmen, um eine »unabhängige internationale Untersuchung« zu gewährleisten und »internationalen Menschenrechtsaktivisten und Journalisten« Zugang zu den Fundstellen im Osten der Ukraine zu gewähren.

Diese Verbrechen, so bemerkte Fedotow, dürften »nicht ungesühnt« bleiben. Er schloss nicht aus, dass auch noch an anderen Stellen Gräber gefunden werden könnten, da die massenweise Tötung auch von Zivilisten eine traurige »Realität heutigen Kriegsgeschehens« sei. Auch in den militärischen Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit dem früheren Jugoslawien seien ähnliche Verbrechen verübt worden.

Bisher wurden vier Leichen exhumiert. Bei drei von ihnen handelte es sich um Frauenleichen. Ihre Hände waren gefesselt, und zumindest eine der Leichen war enthauptet worden, berichteten die Selbstverteidigungskräfte. Zwei Leichen wurden am Montag, und zwei weitere am Dienstag entdeckt. Nach Ansicht der Selbstverteidigungskräfte sei mit noch anderen Gräbern in dem Gebiet zu rechnen.

»Sie stammen aus Kommunar, das gerade erst von den Selbstverteidigungskräften befreit worden ist. Man erzählte mir, dass die Frauen vermisst wurden, und hier haben wir nun vier Leichen gefunden. Es ist schwer abzusehen, wie viele weitere Leichen wir noch finden werden«, erklärte ein Kämpfer der Selbstverteidigungskräfte mit dem Spitznamen »Angel« gegenüber Russia Today, »Die friedliche ukrainische Armee war hier herangerückt und ›befreite‹ sie, ich verstehe nicht, von was die ukrainischen Streitkräfte sie befreit haben. Diese Frauen sind unter schrecklichen Umständen gestorben«, fügte sein Kamerad Alabai hinzu.

Vertreter der Selbstverteidigungskräfte erklärten, in der Nähe des Bergwerkes, das von den ukrainischen Streitkräften wenige Tage zuvor aufgegeben worden war,…

Weiter: Kopp-Verlag