Nach Charlie Hebdo: Droht jetzt der Überwachungsterror?

MMnews, 11.01.2015

Frankreich gilt als eines der bestüberwachten Länder. Trotzdem kam es zu den Terroranschlägen. Politiker fordern indes weitere Überwachungsmaßnahmen und die Beschneidung von Freiheitsrechten. Appell: „Jede Reaktion, die Grundrechte und Freiheiten abbaut, ist eine Aufwertung des Terrors“.

Der folgende Text ist eine gemeinsame Erklärung des Chaos Computer Clubs, der Humanistischen Union, des Republikanischen Anwältinnen- und Anwältevereins und des Digitale Gesellschaft e.V.:

Am 7. Januar 2015 ereignete sich in Paris ein Mordanschlag auf mehrere Mitarbeiter des Satire-Magazins “Charlie Hebdo”. Unsere Gedanken sind bei den Opfern, ihren Familien und Freunden. Wir verurteilen diesen mehrfachen Mord als unerträglich und werten ihn als Anschlag auf die Pressefreiheit, auf die Freiheit der Gedanken und die Freiheit der Ausdrucksformen von Gesellschaftskritik.

Die Reaktion auf eine solche Tat stellt eine demokratische Gesellschaft auf eine harte Probe. Emotionale Reaktionen auf einen solchen Schrecken sind vor allem eines: menschlich. Doch Emotionen dürfen nicht die Debatte und Politik bestimmen. Wer jetzt versucht, den Schock des Mordanschlags politisch auszunutzen und “Anti-Terror-Gesetze” aus der Schublade zu holen, kann vielleicht auf medialen und gesellschaftlichen Zuspruch hoffen.

Doch es ist der falsche Weg mit Gesetzen zu reagieren, die mehr “Sicherheit” vorgaukeln, aber letztlich nur die Freiheit an sich einschränken werden. Niemandem darf signalisiert werden, dass man mit Mordanschlägen Freiheitsrechte wegschießen könne. Ohnehin gäbe es keine sinnvolle gesetzliche Reaktion auf die Morde, die das Leben der Opfer hätte retten können. Wir dürfen nicht vergessen, dass Frankreich zu den europäischen Ländern mit den schärfsten Sicherheitsgesetzen zählt, schon 2006 Vorratsdatenspeicherung, Überwachung von Fluggastdaten und flächendeckende Videoüberwachung einführte und diese Maßnahmen trotzdem nicht zur Verhinderung der Tat führten. Wer angesichts dessen nun gleichwohl die Einführung einer Vorratsdatenspeicherung fordert, instrumentalisiert die Opfer dieses abscheulichen Verbrechens für seine Zwecke und trägt zur Irreführung der Öffentlichkeit bei.

Den in solchen Situationen gern wiederholten Forderungskatalog der Polizeien, der Geheimdienste, ihrer kommerziellen Helfer und ihrer politischen Vertreterinnen und Vertreter nach weitreichenden Menschenrechtseinschränkungen zeichnet vor allem eines aus: unbewiesene oder gar nachweislich falsche Behauptungen über seine angebliche Wirksamkeit gegen terroristische Anschläge. Im direkten Angesicht des Verbrechens rational zu reagieren, kann nur bedeuten, unmenschlichen Taten Besonnenheit und Gelassenheit entgegenzusetzen. Es muß gelingen, zu….

Quelle & weiter: MMnews

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Spionage – Neues aus Schilda, ähm der Bundesregierung

posted by diwini

Die Regierung verlangt also die Aufdeckung aller Agenten in Deutschland.

 

Leute, ich habe selten so gelacht, ich kann damit überhaupt nicht mehr aufhören! Wie hilflos und dämlich ist das denn? Unsere Bundesregierung macht ja Deutschland mit dieser Forderung völlig lächerlich, jeden von uns!

Ich fordere jetzt auch, wie viele meiner Mitbürger, die Abschaffung der kalten Progression, die Abschaffung der GEZ, die Beendigung auch nur vorübergehender Vorratsdatenspeicherung, die Senkung der EEG-Umlage.

Ich kann auch fordern, dass man Bundespräsidenten nicht lebenslang nach dem Ausscheiden aus dem Amt alimentiert, dass Diäten nicht ständig erhöht werden, dass man als Vollblutpolitiker keinen Nebenjob haben darf, dass sämtliche Verdienste ab dem ersten Cent offen gelegt werden müssen und dass man in Bundestagssitzungen…

Quelle & weiter auf: MenschenZeitung.de