Lawrow: Der Westen scheint MH17 Untersuchung völlig vergessen zu haben

Der russische Außenminister Sergei Lawrow hat bei einer Pressekonferenz mit dem lettischen Amtskollegen seiner Verwunderung Ausdruck verliehen, dass der Westen scheinbar die Untersuchung zur Tragödie von MH17 völlig vergessen hat. Moskau fordert die Veröffentlichung von wenigstens vorläufigen Ergebnissen der Ermittlungen.

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„Der Westen hat einst Sanktionen verhängt, unter dem Vorwand der Katastrophe der malaysischen Boeing,“ sagte Lawrow nach einem Treffen mit seinem lettischen Amtskollegen Edgars Rinkevics und fügte hinzu:

“Und nun haben unsere westlichen Kollegen dieses Problem komplett vergessen. Nur Russland sagt, dass es gut wäre wenigstens vorläufige Resultate der Ermittlungen zu veröffentlichen und zu erklären, warum diese Untersuchung mit offenkundigen Verletzungen der Normen durchgeführt wurden, welche besonders für solche Fälle im Rahmen der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO) angewendet werden.”

Lawrow und Rinkevics

Lawrow und Rinkevics am 12. Januar 2015 – Quelle: Ruptly

MH17 war am 17. Juli über der Ostukraine abgestürzt, alle 298 Passagiere und Crewmitglieder kamen ums Leben. Die Opfer kamen aus zehn Ländern, der Großteil aus den Niederlanden und Malaysia.

Der letzte offizielle Report zum Absturz der Boeing 777 kam im September 2014, als niederländische Ermittler erklärten, das der Absturz das Resultat eines strukturellen Schadens war, verursacht durch eine große Anzahl hochenergetischer Objekte, die die Boeing von Außen trafen. Der Abschlussbericht soll im Sommer 2015 veröffentlicht.

Im Dezember letzten Jahres hatte Moskau Ermittlungen nach Aussagen eines ehemaligen Mitarbeiters der ukrainischen Luftwaffe eingeleitet, laut dessen Aussagen ein ukrainisches Militärflugzeug MH17 abgeschossen hätte. Der Zeuge, der anonym bleiben wollte, sagte gegenüber der Tageszeitung Komsomolskaya Prawda, dass ein ukrainischer SU-25 Kampfjet die malaysische Boeing ausgeschaltet hätte. Er behauptete, dass der Pilot Luft-Luft-Lenkwaffen benutzte um die Boeing abzuschießen, die wahrscheinlich für ein Militärflugzeug gehalten wurde.

MEHR LESEN: Zeuge bestätigt Abschuss von MH17 durch ukrainischen Kampfjet

Seit Mitte April 2014 bis zum 06. Januar 2015 wurden in der Ostukraine mindestens 4.808 Menschen getötet (inklusive der 298 von MH17) und 10.468 verletzt, so die UN-Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Kiewer Regierung plant massive Mobilisierung

Lawrow warnte im Rahmen der Pressekonferenz auch davor, dass Kiew sich auf eine neue militärische Operation in der Ostukraine vorbereiten könnte:

„Wir haben ziemlich alarmierende Informationen, die wir momentan noch überprüfen, dass [ukrainische] Streitkräfte in der näheren Zukunft vorhaben, in einem weiteren Anlauf die Krise durch Gewalt zu lösen. Dies wäre eine Katastrophe.“

Der russischen Außenminister führte weiter aus, dass Moskau über Informationen verfüge, dass die Ukraine ihre Truppen mobilisiere:

„Es werden verschiedene Zahlen genannt. Von 50.000 bis über 200.000 Personen sollen in der Armee und anderen Sicherheitskräften mobilisiert werden.“

Ukrainische Behörden wiesen die Vorwürfe zurück und betonten, dass das das Minsker-Abkommen eingehalten werde.

Abschließend sagte Lawrow, dass Moskau hoffe, dass der Westen es nicht zulassen werde, dass Kiew erneut auf Gewalt zurückgreift:

„Egal was gerade in Paris, Syrien, Libyen oder anderswo geschieht – wir fordern von unseren westlichen Partnern nicht zu zulassen, dass die ‚Partei des Krieges’ in Kiew die zerbrechlichen Hoffnungen zerstören, die nach den Minsker-Gesprächen aufkeimten.“

Quelle: RT DEUTSCH

Exhumierung von Massengräbern in der Ostukraine: »Hände mit Klebeband gefesselt, Schusswunden«

29.09.2014

Redaktion

Massengräber mit Leichen, die deutliche Anzeichen eines gewaltsamen Todes aufweisen, und trauernde Angehörige der bereits identifizierten Opfer: Mit dieser grauenerregenden Szene sah sich ein Aufnahmeteam von Russia Today in der Ortschaft Nyschnia Krynka, etwa 35 Kilometer von der Stadt Donezk in der gleichnamigen Region im Osten der Ukraine konfrontiert.

Insgesamt vier Leichen waren dort zuvor in zwei Granatkratern hinter einem ausgebrannten Kohlebergwerk entdeckt worden. Maria Finoshina von RT berichtete direkt von dem Fundort: »Die ganze Anlage, die Sie hier sehen können, wurde bereits vor längerer Zeit aufgegeben. Es handelt sich um ein abgelegenes Gebiet und offenbar wollten diejenigen, die für diese Taten verantwortlich sind, verhindern, dass die Leichen gefunden wurden.«

Zu den Opfern gehört auch der 21-jährige Nikita Kolomijzew, der im Dorf wohnte, und dessen tieftrauernde Mutter an den Fundort der Massengräber kam, um ihren Sohn zu identifizieren. »Ich konnte es nicht länger aushalten, dass er getötet und wie ein Hund irgendwo verscharrt wurde – ich musste hierherkommen und ihn identifizieren«, sagte Galina, Nikitas Mutter gegenüber RT.

Wie Galina weiter berichtete, war sie in die Zentralukraine geflohen, um ihren anderen, jüngeren 16-jährigen Sohn aus der Gefahrenzone zu bringen, aber nun plage sie das Gefühl, beim Schutz ihres älteren Sohnes versagt zu haben. »Die ukrainische Armee verschleppte [Nikita] … mein Mann ging zu ihnen und sagte, sie sollten ihn anstelle seines Sohnes gefangen nehmen. Aber sie entgegneten nur, sie hätten ihn mitgenommen, um ihn bei einem weiteren Gefangenenaustausch als Pfand zu benutzen.«

Galina wartete darauf, dass er ausgetauscht und dann nach Hause zurückkehren würde, aber sie sah ihn niemals lebend wieder. »Es fand gar kein Austausch statt. Sie haben ihn einfach außerhalb des Dorfes erschossen und ihn dann wie einen Hund verscharrt«, sagte sie unter Tränen schluchzend.

Der leitende Gerichtsmediziner Konstantin Gerasimenko erklärte: »Alle vier Opfer – alle männlich – weisen vielfache Gewehrschusswunden an Kopf und Rumpf auf. Ihre Hände waren mit Klebeband hinter ihrem Rücken gefesselt. Einige von ihnen trugen lediglich Unterwäsche.

Das RT-Team suchte noch einen weiteren Leichenfundort auf, der von den OSZE-Beobachtern entdeckt worden war und…

Weiter: Kopp-Verlag

 

Massengräber/Leichenfunde von ermordeten Zivilisten in der Ost-Ukraine

Mehrere Berichte dazu bei RIA Novosti:

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16:28 24/09/2014 Ella Pamfilowa, die Menschenrechtsbeauftragte des russischen Präsidenten, hat Amnesty International und andere internationale Menschenrechtsorganisationen aufgerufen, an der Ermittlung zu den Massenmorden in der Nähe von Donezk teilzunehmen.>>

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18:42 24/09/2014 Nach der Entdeckung eines Massengrabes östlich von Donezk wollen die Volksmilizen der Region einen weiteren grausamen Fund gemacht haben.>>