Exhumierung von Massengräbern in der Ostukraine: »Hände mit Klebeband gefesselt, Schusswunden«

29.09.2014

Redaktion

Massengräber mit Leichen, die deutliche Anzeichen eines gewaltsamen Todes aufweisen, und trauernde Angehörige der bereits identifizierten Opfer: Mit dieser grauenerregenden Szene sah sich ein Aufnahmeteam von Russia Today in der Ortschaft Nyschnia Krynka, etwa 35 Kilometer von der Stadt Donezk in der gleichnamigen Region im Osten der Ukraine konfrontiert.

Insgesamt vier Leichen waren dort zuvor in zwei Granatkratern hinter einem ausgebrannten Kohlebergwerk entdeckt worden. Maria Finoshina von RT berichtete direkt von dem Fundort: »Die ganze Anlage, die Sie hier sehen können, wurde bereits vor längerer Zeit aufgegeben. Es handelt sich um ein abgelegenes Gebiet und offenbar wollten diejenigen, die für diese Taten verantwortlich sind, verhindern, dass die Leichen gefunden wurden.«

Zu den Opfern gehört auch der 21-jährige Nikita Kolomijzew, der im Dorf wohnte, und dessen tieftrauernde Mutter an den Fundort der Massengräber kam, um ihren Sohn zu identifizieren. »Ich konnte es nicht länger aushalten, dass er getötet und wie ein Hund irgendwo verscharrt wurde – ich musste hierherkommen und ihn identifizieren«, sagte Galina, Nikitas Mutter gegenüber RT.

Wie Galina weiter berichtete, war sie in die Zentralukraine geflohen, um ihren anderen, jüngeren 16-jährigen Sohn aus der Gefahrenzone zu bringen, aber nun plage sie das Gefühl, beim Schutz ihres älteren Sohnes versagt zu haben. »Die ukrainische Armee verschleppte [Nikita] … mein Mann ging zu ihnen und sagte, sie sollten ihn anstelle seines Sohnes gefangen nehmen. Aber sie entgegneten nur, sie hätten ihn mitgenommen, um ihn bei einem weiteren Gefangenenaustausch als Pfand zu benutzen.«

Galina wartete darauf, dass er ausgetauscht und dann nach Hause zurückkehren würde, aber sie sah ihn niemals lebend wieder. »Es fand gar kein Austausch statt. Sie haben ihn einfach außerhalb des Dorfes erschossen und ihn dann wie einen Hund verscharrt«, sagte sie unter Tränen schluchzend.

Der leitende Gerichtsmediziner Konstantin Gerasimenko erklärte: »Alle vier Opfer – alle männlich – weisen vielfache Gewehrschusswunden an Kopf und Rumpf auf. Ihre Hände waren mit Klebeband hinter ihrem Rücken gefesselt. Einige von ihnen trugen lediglich Unterwäsche.

Das RT-Team suchte noch einen weiteren Leichenfundort auf, der von den OSZE-Beobachtern entdeckt worden war und…

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Russland fordert nach Leichenfunden mit Anzeichen für Hinrichtungen und Enthauptungen in der Ukraine internationale Untersuchung

25.09.2014

Redaktion

Nachdem im Umfeld der Siedlung Kommunar in der Region Donezk 60 Kilometer von Donzek entfernt auf dem Gelände eines Bergwerks zahlreiche Leichen mit Anzeichen von Hinrichtungen gefunden worden waren, fordert Russland nun eine internationale Untersuchung der Angelegenheit. An der Fundstelle waren zwei Tage zuvor Einheiten der ukrainischen Nationalgarde stationiert. Die Gräber waren am Montag und Dienstag von Selbstverteidigungskräften entdeckt worden.

Der Vorsitzende des Präsidialen Menschenrechtsrats Russlands, Michail Fedotow, forderte die Behörden auf, alles zu unternehmen, um eine »unabhängige internationale Untersuchung« zu gewährleisten und »internationalen Menschenrechtsaktivisten und Journalisten« Zugang zu den Fundstellen im Osten der Ukraine zu gewähren.

Diese Verbrechen, so bemerkte Fedotow, dürften »nicht ungesühnt« bleiben. Er schloss nicht aus, dass auch noch an anderen Stellen Gräber gefunden werden könnten, da die massenweise Tötung auch von Zivilisten eine traurige »Realität heutigen Kriegsgeschehens« sei. Auch in den militärischen Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit dem früheren Jugoslawien seien ähnliche Verbrechen verübt worden.

Bisher wurden vier Leichen exhumiert. Bei drei von ihnen handelte es sich um Frauenleichen. Ihre Hände waren gefesselt, und zumindest eine der Leichen war enthauptet worden, berichteten die Selbstverteidigungskräfte. Zwei Leichen wurden am Montag, und zwei weitere am Dienstag entdeckt. Nach Ansicht der Selbstverteidigungskräfte sei mit noch anderen Gräbern in dem Gebiet zu rechnen.

»Sie stammen aus Kommunar, das gerade erst von den Selbstverteidigungskräften befreit worden ist. Man erzählte mir, dass die Frauen vermisst wurden, und hier haben wir nun vier Leichen gefunden. Es ist schwer abzusehen, wie viele weitere Leichen wir noch finden werden«, erklärte ein Kämpfer der Selbstverteidigungskräfte mit dem Spitznamen »Angel« gegenüber Russia Today, »Die friedliche ukrainische Armee war hier herangerückt und ›befreite‹ sie, ich verstehe nicht, von was die ukrainischen Streitkräfte sie befreit haben. Diese Frauen sind unter schrecklichen Umständen gestorben«, fügte sein Kamerad Alabai hinzu.

Vertreter der Selbstverteidigungskräfte erklärten, in der Nähe des Bergwerkes, das von den ukrainischen Streitkräften wenige Tage zuvor aufgegeben worden war,…

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