IHK: Vom Zwang zur Mitgliedschaft

posted by diwini

15.08.2014

Handelskammern haben sich zu Erbhöfen entwickelt, deren höchst mangelhaft legitimierte Verwalter eine inzwischen dramatische Selbstbedienungsmentalität entwickelt und teilweise jegliche Bodenhaftung verloren haben. – Hat das Handelskammersystem noch eine Berechtigung?

Von Dagmar Metzger, Christian Bayer und Steffen Schäfer, Liberale Vereinigung

Von dem US-Komiker Groucho Marx stammt der Spruch, er wolle keinem Klub beitreten, der bereit ist, ihn als Mitglied aufzunehmen. Was Groucho wohl zu einem Club eingefallen wäre, der ihm die Mitgliedschaft aufzwingt, lässt sich nur mutmaßen. Vermutlich hätte der Komiker ungläubig den Kopf geschüttelt und dies für zu übertriebene Satire gehalten. Leider aber ist diese vermeintliche Satire (Zwangsmitgliedschaft in einem Club) in Deutschland eine bittere Realität, die jeder Unternehmer erfährt: Die Rede ist von der erzwungen Mitgliedschaft eines jeden Unternehmens in den deutschen Industrie- und Handelskammern.

Die Kammern verstehen sich als Interessenvertreter ihrer Mitglieder. Da aber jedes Unternehmen, egal ob es sich dabei um einen Großkonzern mit mehreren zehntausend Mitarbeitern, ein mittelständisches Unternehmen mit einigen hundert Angestellten oder einen Zwei-Mann-Betrieb handelt, Mitglied in einer der jeweiligen Handelskammern werden muss, stellt sich sofort eine Frage: Wo könnten denn – jenseits des Wunsches möglichst wenig Steuern zu zahlen – die gemeinsamen Interessen von Großkonzernen und Kleinstunternehmen liegen? Wenn überhaupt, so dürfte man solche in der Vermeidung unnützer Ausgaben finden. Hierzu wäre jedoch die Abschaffung der IHK-Zwangsmitgliedschaft der schnellste und einfachste Schritt. Zumal gerade für kleine und Kleinstunternehmen die Beiträge einen nicht unerheblichen Kostenfaktor und damit eine ziemliche Belastung darstellen.

Eigentlich alle Aufgaben, welche die Kammern wahrnehmen, ließen sich auch anderweitig regeln bzw. durch freie Dienstleister anbieten. Hierzu zählen die Überwachung der Ausbildung und die Abnahme der Lehrlings-, Gesellen, und Meisterprüfungen ebenso wie die Erstellung von Gutachten. Zudem ist die Art und Weise, wie die teilweise recht lukrativen Posten besetzt werden, ebenfalls höchst fragwürdig und intransparent. Da die Handelskammern aber…

Quelle & weiter: MMnews

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